… und dann wurde aus der To-Do-Liste eine Bucket-List…

•1. September 2010 • Kommentar verfassen

In der letzten Zeit habe ich mich nur sehr wenig gemeldet. Der Grund dafür war schlicht, dass ich viel zu tun hatte. Uni-Bewerbungen, Vorbereitungen für die neuen Freiwilligen, ein Besuch meines Bruders, die „normale“ Schularbeit, und vieles mehr…

Nun bleiben mir hier in Nicaragua nur noch etwas mehr als drei Wochen.
Am Donnerstag gebe ich offiziell meine letzte Unterrichtsstunde, und ich muss meine Klassen an meine Nachfolger übergeben.

Ich muss mich also auch schon um meinen Abschied kümmern.
Wie gesagt, aus meiner To-Do-Liste ist inzwischen eine Liste von Sachen geworden, die ich machen muss und möchte, bevor meine Zeit hier um ist.

Ich weiss nicht, ob ich mich vor meiner Rückkehr wieder über meinen Blog melden werde, weil ich die letzten Stunden, die mir hier bleiben, und die ich nicht für organisatorische Sachen gebraucht werden, in Ruhe und bewusst erleben und geniessen möchte…

Wenn ihr mich erreichen wollt, dann könnt ihr das über mein Handy ( +50587440987) oder meine Emailadresse, die ihr im Kontaktbereich findet.

Es ist geplant, dass alle noch nicht veröffentlichten Monatsberichte veröffentlicht werden. Ihr werdet davon über diesen Blog und eine Email von mir benachrichtigt werden.

Danke für euer Interesse und bis bald…

Euer Rolf

The Voting Has Closed!

•6. Juni 2010 • 2 Kommentare

Vielen Dank für die vielen Fragen die mich (erstaunlicherweise überwiegen über Emails, warum?) erreicht haben!
Ich werde sie in den nächsten Tagen bearbeiten und zu einem Bericht formen.
Seid gespannt!

PS: Ihr könnt mir natürlich immer noch mehr Fragen schreiben!! Die kommen dann halt nicht in den Bericht, sondern werden direkt beantwortet…

Fragen bitte!

•12. Mai 2010 • Kommentar verfassen

Hola liebe Blog- und Berichtleser!

Bald muss schon wieder der nächste Bericht geschrieben werden, und dieses Mal möchte ich euch um eure Mithilfe bitten!!!
Der Bericht soll ein Interview werden. Die fragenden Personen seid ihr, die befragte Person bin ich.

Bitte schickt mir also Fragen, über das Leben hier, die Arbeit, das Leben in der WG, etc….., die ich euch dann alle beantworten werde. Ich verspreche euch: für jede Frage gibt es dann auch eine Antwort!!

Um mir die Fragen zukommen zu lassen, könnt ihr einfach HIER das Fragenformular ausfüllen, mir einen Kommentar zu diesem Artikel oder ganz klassisch eine Email schreiben.

Ihr könnte ruhig kreativ sein. Hier vielleicht ein paar Denkanstösse:

– Wie kommst Du inzwischen mit der Sprache zurecht?
– Wie viele Stunden in der Woche arbeitest Du?
– Hä, was machsten Du in Nicaragua überhaupt?
– Wie oft hast Du in den letzten 9 Monaten warm geduscht?
– Inwiefern unterscheidet sich der Unterricht in Nicaragua vom Unterricht in Deutschland?
– Wen und was unterrichtest Du genau?
– Wie schält man am schnellsten eine Kokosnuss?
– Warum wurdest Du vorletztes Wochenende von einem Schafsbock angegriffen?
– Wie heisst denn jetzt das Opossum?
– usw.

Falls ihr einige der Beispielfragen beantwortet haben wollt, sagt bitte auch bescheid welche 🙂

Ich freue mich auf eure Fragen!
Euer Rolf

Das WG-Opossum

•5. Mai 2010 • Kommentar verfassen

Hallo liebe Leser,

ich wollte euch allen hiermit mitteilen, dass unsere WG seit gestern einen neuen Mitbewohner hat. Es handelt sich dabei um ein kleines Babyopossum.

Wie es dazu kam:
Gestern war ich mit dem 5to Año (Abschlussklasse) und unserer Direktorin Elba auf einem Paseo in die Umgebung dabei. Auf der etwa einstündigen Wanderung zur Finca von Dania (eine der Schülerinnen) fanden wir eine von Menschenhand getötete Opossummutter unter einem Baum liegen. Um sie herum verteilt ihre Jungen (4 Stück konnten wir finden.) Zwei der Jungen waren schon tot, ein weiteres war gerade am sterben und ein drittes, noch lebendiges, hing an der Zitze der Mutter und liess nur schwache Lebenszeichen von sich.

Tote Opossummutter mit Babys

Tote Opossummutter mit Babys (Das Überlebende hängt in diesem Foto noch an der Zitze der Mutter)

Als ich dieses von der Zitze der Mutter entfernte um sein Leiden mit einem Stein zu verkürzen, rannte es plötzlich einige Zentimeter und fauchte aufgebracht. Überrascht über den guten gesundheitlichen Zustand des Babys entschloss ich mich es einzupacken und mitzunehmen.

Seit gestern Abend wohnt das Tierchen in einem Stofftäschchen in meinem Zimmer und macht bis jetzt einen relativ kräftigen Eindruck.
Meine Hoffnung wächst also, dass es weiter erstarkt und wächst.
Einen Namen hat es noch nicht (habe jedoch auch nicht gesucht, da ich befürchtete, dass es noch am Abend an Dehydrierung sterben würde). Ausserdem weiss ich nicht, ob es männlich oder weiblich ist. Vermutung liegt momentan auf weiblich 😛
Wenn es also Vorschläge gibt, ich freue mich drüber!
Euer Rolf

Hier noch ein Foto und ein kurzes Video:

Opossumbaby in meiner Hand

Opossumbaby in meiner Hand

Publizierung Erfahrungsbericht März

•26. April 2010 • Kommentar verfassen

Endlich fertig.

Hier nun der mit Bildern gespickte und daher (leider) auch satte 10,3 MB große Erfahrungsbericht über den Monat März.

Herunterladen lohnt sich dafür umso mehr! 🙂

Dazu könnt ihr einfach HIER KLICKEN und ein wenig warten.

Viel Spaß also beim Lesen!

Euer Rolf

PS: Hier noch ein Bild von mir beim Matheunterricht in der 9. Klasse, das am letzten Donnerstag entstanden ist. (Danke an Alex Romans Eltern!)
Jueves, 29 de Abril 2010

Notenvergabe & WG-Streichen

•18. April 2010 • Kommentar verfassen

So Leute, nur damit ihr mal wieder bisschen was Aktuelles erfahrt:

Die Arbeit in der der Schule hat sich in der letzten Zeit stark erhöht, jedoch nur vorübergehend.
Seitdem der Besuch aus Deutschland (Jo und Simon, Länderkoordinator und Betreuer von WI e.V.) wieder aus dem Hause ist, gab es bis gestern keinen Tag, den ich nicht den Schülern und der Schule gewidmet habe.
Grund dafür war, dass das erste Parcial nun zu Ende gegangen ist Das heisst die erste Notenvergabe stand an. Auf dem Programm standen also unter anderem: die seit 2. Februar vergebenen Noten zu sammeln und auszuwerten, Wochenend-Nachhilfe zu geben, evtl. noch fehlende Arbeiten anzufordern und letztendlich jedem Schüler eine möglichst gerechte Note zu geben.
Hinzu kam, dass natürlich die sportlichen Aktivitäten (Sport-Workshop Freitags, Fussballtraining Samstags) weiterlaufen.
Inzwischen hat jeder seine Note und ich freue mich schon auf die nächste Woche ohne so grossen Notenstress.

Gestern haben meine drei Mitfreiwilligen und ich angefangen unsere WG komplett neu zu streichen. Fotos werden bald wieder hochgeladen.
Ausserdem steht die März-Auswahl ja noch aus! (Ihr könnt euch auf viele Fotos freuen, März war bisher wahrscheinlich der Ereignisreichste Monat!)

Zwischentreffen & Trockenzeit

•23. März 2010 • Kommentar verfassen



Staub + Schweiss

Ursprünglich hochgeladen von rulefiggur

Ich melde mich zurück vom Zwischentreffen in Masaya, wo ich zwei sehr schöne Wochen mit meinen Mitfreiwilligen aus Mexiko, Guatemala, Nicaragua und der Dominikanischen Republik verbracht habe.
Es wurde gelernt, Erfahrungen wurden ausgetauscht, und wir haben zusammen entspannt und erlebt.
Eine Zeit, in der ich wieder verstärkt gemerkt habe, was für ein Privileg es ist (besonders mit der Weltweiten Initiative) hier zu sein.
(Ausserdem habe ich einen netten Ameisenbär kennengelernt… ;))

Hier in Nueva Guinea ist inzwischen auch die Trockenzeit (oder auch „Sommer“ genannt) merkbar eingekehrt. Es regnet nur noch sehr selten, und beim Fussballspielen auf der Schulcancha (kleiner Bolzplatz) suhlt man sich nicht mehr im Matsch, sondern erstickt fast am staubigen Erdboden…

Die Arbeit mit meinen Klassen geht vom Wetter ungestört weiter:
Die 19-Mann starke neunte Klasse, die ich in Mathe unterrichte, hat mich in den letzten Tagen (zumindest mehrheitlich) mit erstaunlich guten Ergebnissen und Mitarbeit überrascht. (Ihr glaubt gar nicht, wie emotional Klausuren korrigieren sein kann!!! Es ist oft eine Achterbahn aus zum Teil schmerzlichen Enttäuschungen und ungezügelter Freude über positive Überraschungen! Dieses Mal hat die positive Seite gesiegt!! 🙂 )
Die Abschlussklasse lässt im Englischunterricht momentan ein bisschen den Nörgler raushängen…! Mal gucken wie ich die ältesten in den nächsten Tagen neu begeistern kann… Sonst macht es nämlich Spass mit der kleinen Gruppe (10 Schüler) zu arbeiten.
Nachdem die Grundschüler lange gebettelt haben, geht nächste Woche endlich der Englisch“unterricht“ mit der ersten Klasse los! 🙂

Noch etwas: Ich habe nun auch meinen aktuellsten Erfahrungsbericht vom Februar 2010 UND die besten Bilder von Januar & Februar auf Flickr hochgeladen!!! Viel Spass beim Lesen & anschauen! Über Rückmeldung freue ich mich immer!

Adios, euer Rolf

Schulanfang 2010 (und Erfahrungsberichte)

•16. Februar 2010 • 1 Kommentar

Wie versprochen melde ich mich zurueck, jetzt, wo mehr oder weniger ein neuer Alltag eingekehrt ist.
In den letzten Wochen ist viel passiert. Hier in kurzform und in chronologischer Reihenfolge:

Die letzte Ferienwoche (=letzte Januarwoche) habe ich genutzt um endlich einmal andere Orte Nicaraguas kennenzulernen ohne dabei zu arbeiten. Ich habe eine Woche Urlaub genommen! 🙂
Ich habe sie genutzt um die restlichen drei WG-Standorte meiner Mitfreiwilligen zu besuchen und ihre Umgebung ein wenig zu erkunden. Bgeonnen hat meine Tour in Masaya, wo fast das ganze Nicaragua-Team anwesend war um Lenas Geburtstag sowie den Einzug der Masaya-Freiwilligen in ihre neue WG zu feiern. Ausserdem bestieg ich zum ersten Mal einen aktiven Vulkan (Volcán de Masaya), hörte das Grollen der Lava, schnüffelte ein paar Schwefeldämpfe und genoss die unglaubliche Aussicht.
Weiter ging es danach nach Matagalpa, wo ich Hannah und Nick besuchte. Dort habe ich den „Selva Negra“ (= Schwarzwald/schwarzer Regenwald) besucht und dabei unter anderem einen leuchtend grünen Tukan gesichtet.
Letzte Reisestation war León. Dort bestieg ich den jüngsten und aktivsten Vulkan Nicaragua, den Cerro Negro, um ihn danach auf einem Sandbord wieder runterzuboarden.

Seit dem 1. Februar ist offiziell wieder Schule.
Nachdem es einige Schwierigkeiten beim Erstellen des Stundenplans für die Oberstufe gab, und auch der zweite Stundenplanentwurf aufgrund von mangelnder Kommunikation innerhalb der Lehrerschaft mit mehreren Fehlern gespickt war, boten Muriel (meine Mitfreiwillige) und ich an, den Stundenplan zu erarbeiten. In einer sechsstündigen Nachtarbeits-Session hatten wir einen Stundenplan zusammenbekommen, der alle Lehrer (inkl. uns) zufriedenstellte und am nächsten Tag gleich übernommen und den Schülern mitgeteilt wurde.

Inzwischen sind auch die Stundenverteilungen geklärt. Mein Stundenplan besteht inzwischen aus 5 Stunden Mathe im 3er Año (etwa 9. Klasse) und 7 Stunden Englisch in der Abiklasse (11. Klasse). Ausserdem helfe ich meiner Mitfreiwilligen Muriel bei ihrem Unterricht der „Ciencias Naturales“ im 1er Año (7. Klasse), welcher 4 Stunden Unterricht in Anspruch nimmt.
Bisher macht das insgesamt also etwa 16 Unterrichtsstunden pro Woche. Dazu kommt noch das Training der Fussball Schulmannschaften Samstags morgens von 8 bis ca. 12 Uhr und Englischunterricht, den wir in der Grundschule geben werden.
Den Grossteil der Arbeitszeit macht aber die Vor- und Nachbereitungszeit der Stunden aus, die für das Gelingen einer Stunde essentiell sind, und so gut wie immer mehr Zeit einnimmt, als die eigentlichen Schulstunden.
Arbeit gibt es hier immer genug!!!

Weitere Infos zu den Erfahrungen, die ich im letzten Schuljahr gemacht habe, könnt ihr meinem Erfahrungsbericht des Monats November entnehmen, den ihr endlich HIER herunterladen könnt!
Auch den aktuellste Erfahrungsbericht aus dem Monat Januar könnt ihr jetzt HIER herunterladen.
Lediglich den Bericht, den ich im Dezember handschriftlich auf Corn Island geschrieben habe, muss ich noch abtippen, mit Bildern versehen und hochladen.
Viel Spass beim Lesen!

Little Corn Island – Nueva Guinea

•19. Januar 2010 • 1 Kommentar



Meine Leselerngruppe

Ursprünglich hochgeladen von rulefiggur

Hallo liebe Blogleser!

Nach viel zu langer Zeit melde ich mich zurück um kurz zu erklären wo ich in den letzten Wochen gesteckt habe.

Das Schuljahr ist Ende November zu Ende gegangen, und um in der Ferienzeit etwas sinnvolles zu tun, habe ich auf der 3 Quadratkilometer kleinen Insel Little Corn Island in der einzigen kleinen Bibliothek mitgearbeitet und dort ueber die Weihnachts- und Jahresuebergangszeit Nachhilfe fuer hinterherhinkende aber motivierte Schuelerinnen (seltsamerweise keine Jungs) gegeben.

Genauere Infos gibt es im bald erscheinenden Bericht, den ich bisher erst handschriftlich verfassen konnte, und jetzt noch digitalisieren muss.
Oben rechts findet ihr ein Bild meiner kleinen Lerngruppe. Um das Foto machen zu können, hat mir Niels seine Kamera zur Verfügung gestellt.

Bald, wenn die Schule wieder anfaengt und ich einen geregelt(er)en Alltag habe werde ich mich wieder melden!

FAULTIER

•26. November 2009 • 1 Kommentar

So, der Tag ist gekommen:
ICH HABE MEIN ERSTES FAULTIER GESEHEN!!!!!!
Und zwar ein Zwei-Zehen-Faultier. (Fotobeweis weiter unten)
Nach einem Fussball-Training mit der Schulmannschaft an einem Samstagmorgen, machte uns der Mann unserer Schulleiterin Elba Rivera, Gerd, auf ein Faultier aufmerksam, das einige Minuten vorher, zusammen mit dem Ast an dem es gerade hing, aus einigen Metern Hoehe abgestuerzt war. Gerd hatte es aufgehoben und an den Zaun seines Grundstuecks gehängt, dass auf einer Seite an das Schulgelände und auf der anderen Seite an ein bewaldetes, fast unberuehrtes Grundstueck grenzt, auf dem eben auch gerne mal Faultiere hausen.

Auf den Schock des Absturzes, ist das Faultier erst Mal spontan eingeschlafen. 🙂

Auch als Gerd es ein bisschen mit einem Stock geärgert hat, um uns das Faultier „in Aktion“ zu zeigen, reckte es sich nur ein bisschen um zu gucken was da in seinem Rücken rumstochert. Sobald der Stock das Faultier aber nicht mehr berührte, bewegte sich das Faultier in seine Ausgangsposition zurück und schlief (kein Witz) innerhalb von etwa 15 Sekunden wieder richtig ein, sodass es auch keine Reaktion darauf zeigte, wenn man es aus naechster Nähe betrachtete oder es ueber den Rücken streichelte.

Wer mehr über diese sehr interessanten Tiere erfahren will, dem empfehle ich den folgenden Wikipedia-Artikel.

Anbei die Fotos des Faultiers

Faultier und ich

Und noch eines aus anderer Perspektive:

Faultier an Zaun